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Warum funktionieren Affirmationen bei manchen Menschen nicht?

Viele Menschen beginnen voller Hoffnung mit Affirmationen.

Sie sprechen Sätze wie:

Ich bin erfolgreich.
Ich bin selbstbewusst.
Ich bin glücklich.

Doch nach einiger Zeit entsteht oft eine Enttäuschung.

Der Satz wird zwar wiederholt – aber innerlich scheint sich wenig zu verändern.

Darum stellen sich viele irgendwann eine berechtigte Frage:

Warum funktionieren Affirmationen bei manchen Menschen – und bei anderen nicht?

Die Antwort liegt häufig nicht darin, ob und wie Affirmationen wirken können. Sondern darin, ob der Satz den entscheidenden inneren Punkt erreicht.

Affirmationen berühren das Selbstbild

Affirmationen sind mehr als nur positive Gedanken.

Als Aussagen über uns selbst können sie unser Selbstbild berühren. Also die innere Vorstellung davon:

Wer bin ich?

Wenn ein Satz dort ansetzt, kann er mit der Zeit beeinflussen,

  • wie wir über uns selbst denken,
  • wie wir Entscheidungen treffen,
  • wie wir auf Herausforderungen reagieren.

ICH BIN-Affirmationen richten eine Aussage unmittelbar auf die eigene Person.

Warum diese Form ein besonderes Potenzial besitzt, erkläre ich auch im Artikel „Warum wirken ICH BIN-Affirmationen stärker?“.

Wenn der Satz den entscheidenden inneren Punkt nicht erreicht

Dennoch passiert es, dass auch sorgfältig ausgewählte Affirmationen wenig Wirkung zeigen.

Der Grund kann darin liegen, dass der Satz nicht die innere Ebene anspricht, die für das persönliche Anliegen entscheidend ist.

Denn unser Selbstbild besteht nicht nur aus einer einzigen Überzeugung. Es umfasst unterschiedliche innere Dimensionen.

Wenn eine Affirmation an einer anderen Ebene ansetzt, kann sie am eigentlichen Punkt vorbeigehen.

Die drei Ebenen innerer Überzeugungen

In der Wunderin-Methode wird deshalb zwischen drei inneren Ebenen unterschieden.

1. Haltung – Wer bin ich?

Diese Ebene beschreibt den inneren Grundton unseres Selbstbildes.

Zum Beispiel:

Ich bin erfolgreich.
Ich bin ruhig.
Ich bin stark.

Hier geht es um die grundlegende Vorstellung davon, wer wir sind.

2. Kompetenz – Was kann ich?

Auf dieser Ebene geht es um das Vertrauen in die eigene Fähigkeit und Wirksamkeit.

Zum Beispiel:

Ich bin in der Lage, Geld zu verdienen.
Ich bin in der Lage, Lösungen zu finden.

In der Psychologie wird dieser innere Bezug als Selbstwirksamkeit beschrieben. Er betrifft die Überzeugung, aufgrund der eigenen Fähigkeiten handeln und Einfluss auf das eigene Leben nehmen zu können.

3. Selbstwert – Was bin ich wert?

Eine dritte Ebene betrifft das innere Wissen um den eigenen Wert.

Zum Beispiel:

Ich bin es wert, Erfolg zu erleben.
Ich bin es wert, glücklich zu sein.

Hier geht es nicht darum, ob ein Mensch etwas schaffen kann. Es geht darum, ob er sich selbst als wert erlebt, das Gewünschte in seinem Leben zu erfahren.

Wenn für ein persönliches Anliegen der Selbstwert entscheidend ist, kann eine Affirmation auf einer der anderen Ebene am eigentlichen Punkt vorbeigehen.

Wie sich Haltung, Kompetenz und Selbstwert unterscheiden, erfährst Du auf der Seite die drei Ebenen der Wunderin-Methode.

Warum manche Affirmationen wirkungslos bleiben

Ein Beispiel macht das deutlich.

Jemand spricht jeden Tag den Satz:

Ich bin erfolgreich.

Doch vielleicht liegt die entscheidende innere Frage gar nicht darin, ob diese Person sich als erfolgreich erlebt.

Vielleicht fehlt ihr das Vertrauen in die eigene Fähigkeit erfolgreich zu handeln. Dann spricht der Satz

Ich bin in der Lage, erfolgreich zu sein

eine andere innere Ebene an.

Oder die Person vertraut durchaus darauf, Erfolg erreichen zu können. Doch an der entscheidenden Stelle geht es um den eigenen Wert. Dann könnte der Satz

Ich bin es wert, erfolgreich zu sein

genauer ansetzen.

Keine dieser Formulierungen ist allgemein besser als die andere. Entscheidend ist, welche innere Ebene für diesen Menschen und sein Anliegen Bedeutung besitzt.

Wenn ein Satz an der passenden Ebene ansetzt, hat er ein höheres Potenzial, den entscheidenden inneren Punkt zu erreichen.

Der entscheidende Punkt ist der richtige Satz

Manche Menschen versuchen außerdem, mehrere Affirmationen gleichzeitig zu verwenden, weil sie hoffen, damit die Wirkung zu verstärken oder verschiedene Themen gleichzeitig bearbeiten zu können.

Ein Satz, der die innere Dimension anspricht, die mit dem persönlichen Anliegen verbunden ist.

Daher kann ein einziger präziser Satz mehr Bedeutung besitzen als viele verschiedene Affirmationen.

Wie eine gute Affirmation formuliert wird, beschreibe ich im Artikel „Wie formuliert man eine Affirmation richtig?“. Eine Liste mit Beispielen findest Du außerdem im Artikel „21 ICH BIN Affirmationen als Inspiration“.

Eine kleine Anregung zum Schluss

Im Shop findest Du ICH BIN-Impulse zu unterschiedlichen Lebensbereichen.

Sie sind allgemeingültig formuliert und nach den drei Ebenen der Wunderin gestaltet. Zu jedem ICH BIN Impuls findest Du eine kurze Hörprobe, über die Du dem Satz zunächst begegnen kannst.

Die Wunderin
über die autorin

Die Wunderin

Die Wunderin ist Gründerin und Entwicklerin der
Wunderin®-Methode.

Sie entwickelt präzise ICH-BIN-Affirmationen für Menschen, die spüren: Da wartet noch mehr auf mich – eine Veränderung, ein nächster Karriereschritt oder einfach mehr Zufriedenheit.

Die Wunderin®-Methode verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem eigenen Ansatz, um für persönliche Ziele präzise Sätze zu finden, die innerlich tragen und wirken können.