Vielleicht möchtest Du mehr verdienen. Beruflich weiterkommen. Ein eigenes Unternehmen aufbauen. Eine Prüfung bestehen. Schulden hinter Dir lassen. Oder eines Tages genug Geld haben, um freier entscheiden zu können.
Erfolg und Geld wirken zunächst wie sehr konkrete Ziele. Man kann eine Zahl nennen, einen nächsten Schritt planen oder ziemlich genau beschreiben, was sich im Außen verändern soll.
Und dennoch können zwei Menschen dasselbe Ziel verfolgen – und innerlich an einem vollkommen anderen Punkt stehen.
Beide möchten erfolgreich sein.
Doch während sich der eine noch nicht als erfolgreichen Menschen sieht, zweifelt die andere daran, ob sie wirklich in der Lage ist, den nächsten Schritt zu gehen. Und ein dritter Mensch weiß längst, was er kann – empfindet Wohlstand aber nicht als etwas, dessen er sich wirklich würdig fühlt.
Dasselbe Ziel.
Aber drei unterschiedliche innere Fragen.
Erfolg und Geld sind nicht dasselbe
Erfolg kann vieles bedeuten.
Eine Aufgabe gut bewältigen. Mit einer Idee sichtbar werden. Verantwortung übernehmen. Anerkennung bekommen. Etwas aufbauen, das bleibt. Oder ein Leben führen, das den eigenen Vorstellungen entspricht.
Geld ist konkreter – und zugleich voller persönlicher Bedeutung.
Es kann Sicherheit bedeuten. Freiheit. Gestaltungsspielraum. Unabhängigkeit. Luxus. Oder einfach das erleichternde Wissen, dass am Ende des Monats genug da ist.
Deshalb erzählt der Wunsch nach mehr Geld nicht für jeden Menschen dieselbe Geschichte. Für Dich kann er mit einem beruflichen Ziel verbunden sein. Mit dem Wunsch nach Ruhe. Mit einem Haus, einer Reise oder der Möglichkeit, für jemanden sorgen zu können.
Geld ist dabei nicht Dein Wert. Und Erfolg beweist ihn nicht.
Ein Kontostand kann etwas über Deine gegenwärtige finanzielle Situation sagen. Er kann nicht bestimmen, wie viel Du als Mensch wert bist.
Nicht alles, was zwischen Dir und Deinem Ziel steht, liegt in Deiner Verantwortung
Erfolg und finanzielle Möglichkeiten entstehen nicht allein aus Gedanken.
Auch äußere Bedingungen spielen eine Rolle: Ausbildung und Chancen, wirtschaftliche Entwicklungen, familiäre Verpflichtungen, Gesundheit, andere Menschen, Entscheidungen – und manchmal schlicht das Leben.
Eine Affirmation ersetzt weder Wissen noch eine Bewerbung, ein Gespräch, eine Kalkulation oder eine konkrete Handlung. Sie garantiert keinen beruflichen Erfolg und lässt nicht auf magische Weise Geld auf einem Konto erscheinen.
Doch es gibt neben diesen äußeren Bedingungen auch eine innere Seite.
Wie siehst Du Dich selbst in Beziehung zu Deinem Ziel?
Was traust Du Dir zu?
Und empfindest Du das, wonach Du Dich sehnst, als etwas, dessen Du würdig bist?
Diese inneren Antworten können mitprägen, welche Möglichkeiten Du wahrnimmst, welchen Schritt Du Dir zutraust, wie Du für Deine Arbeit einstehst und wie Du einer Gelegenheit begegnest.
Genau dort können Affirmationen etwas ansprechen.
Dasselbe Ziel kann drei unterschiedliche Ebenen berühren
Die Wunderin unterscheidet drei innere Ebenen: Haltung, Kompetenz und Selbstwert.
Sie sind miteinander verbunden. Aber sie erzählen nicht dasselbe über Dich.
Nehmen wir den Wunsch, erfolgreich zu sein.
Haltung: Wer bin ich in Beziehung zu meinem Ziel?
Ein Satz auf der Haltungsebene beschreibt Dein inneres Bild von Dir selbst.
Zum Beispiel:
ICH BIN erfolgreich.
Dieser Satz beantwortet nicht, ob Du eine bestimmte Aufgabe bewältigen kannst. Und auch nicht, ob Du Erfolg wert bist.
Er sagt etwas darüber, wer Du in Deinem eigenen Erleben bist.
Du kannst über hervorragende Fähigkeiten verfügen und trotzdem das Gefühl haben, Erfolg passe nicht wirklich zu Dir. Vielleicht kannst Du Dir vorstellen, eine einzelne Aufgabe gut zu lösen – aber noch nicht, Dich selbst ganz selbstverständlich als erfolgreichen Menschen zu sehen.
Dann liegt die entscheidende Botschaft möglicherweise auf der Ebene Deiner Haltung.
Kompetenz: Was kann ich?
Auf der Kompetenzebene geht es um Dein Zutrauen in die eigene Fähigkeit und Wirksamkeit.
Ein möglicher Satz lautet:
ICH BIN in der Lage, erfolgreich zu sein.
Vielleicht kannst Du Erfolg als Teil Deines Lebens sehen. Vielleicht weißt Du auch, dass Du ihn wert bist. Doch sobald eine konkrete Aufgabe vor Dir liegt, wird das Vertrauen in Dein eigenes Können leiser.
Kann ich das wirklich?
Kann ich eine gute Entscheidung treffen? Mich zeigen? Verhandeln? Lernen, was mir noch fehlt? Nach einem Rückschlag erneut beginnen?
Dann braucht Dein Ziel nicht zuerst eine größere Vorstellung von Erfolg. Vielleicht braucht es das Wissen um Deine Fähigkeit, auf diesen Erfolg hin wirksam werden zu können.
Selbstwert: Was bin ich wert?
Die Selbstwertebene berührt Deinen inneren Wert und Deine Würdigkeit.
Zum Beispiel:
ICH BIN es wert, Erfolg zu haben.
Dieser Satz beschreibt keine Erlaubnis, die Du Dir erst geben müsstest.
Er liegt tiefer.
Du kannst wissen, dass Du etwas kannst. Du kannst Dich sogar als erfolgreichen Menschen erleben. Und dennoch kann die Frage auftauchen, ob ein erfülltes, wohlhabendes oder sichtbar erfolgreiches Leben wirklich für Dich bestimmt sein darf – weil Du Dich seines Wertes innerlich noch nicht selbstverständlich würdig fühlst.
Selbstwert fragt deshalb nicht: Gestatte ich mir das?
Sondern: Weiß ich um meinen Wert – auch hier?
KERNIMPULS
Dasselbe Ziel kann auf drei inneren Ebenen etwas anderes von Dir fragen:
Wer bin ich hier? Was kann ich hier? Was bin ich hier wert?
Mehr über diese Unterscheidung findest Du auf der Seite über die drei Ebenen der Wunderin-Methode.
Warum der naheliegendste Satz nicht immer der entscheidende ist
Wenn Du Dir mehr Geld wünschst, liegt ein Satz wie ICH BIN reich nahe.
Und vielleicht ist genau das Dein Satz.
Er kann eine neue Möglichkeit in den Raum stellen. Er kann Deinem Wunsch eine gegenwärtige Form geben und etwas in Dir berühren, das längst darauf gewartet hat, Worte zu bekommen.
Doch nicht für jeden Menschen liegt die entscheidende Frage in seinem inneren Bild von Reichtum.
Vielleicht weißt Du sehr genau, dass Wohlstand zu Dir passt – zweifelst aber an Deiner Fähigkeit, ihn aufzubauen.
Vielleicht besitzt Du alle notwendigen Fähigkeiten – und der eigentliche Punkt liegt in Deinem Selbstwert.
Deshalb ist eine Affirmation nicht automatisch stärker, weil sie größer, positiver oder eindrucksvoller klingt. Entscheidend ist, welche Botschaft für Dich und Dein konkretes Ziel von Bedeutung ist.
Der passende Satz ist nicht immer der Satz, der das gewünschte Ergebnis am unmittelbarsten benennt.
Manchmal ist es der Satz, der Dich mit der inneren Kraft verbindet, aus der heraus Du diesem Ergebnis anders begegnen kannst.
Wie Bedeutung, Passung und Wiederholung bei Affirmationen zusammenwirken, liest Du im Artikel „Wie Affirmationen wirken – und warum nicht jeder Satz jeden Menschen erreicht“.
Allgemeine Affirmationen können ein wertvoller Anfang sein
Du brauchst nicht für jeden ersten Schritt sofort einen persönlichen Satz.
Eine allgemeingültige ICH BIN-Affirmation kann Dir einen Gedanken anbieten, eine neue Perspektive öffnen oder etwas aussprechen, das für Dich bereits Bedeutung besitzt.
Die allgemeinen ICH BIN Impulse der Wunderin werden bewusst für ein gemeinsames Thema gestaltet. Dabei wird vor der Formulierung ausgewählt, ob der Satz Haltung, Kompetenz oder Selbstwert anspricht.
Vielleicht begegnet Dir dabei ein Satz, bei dem Du innehältst.
Nicht, weil er angeblich für jeden Menschen der beste wäre. Sondern weil er gerade etwas berührt, das zu Deinem eigenen Wunsch gehört.
Im Artikel „21 ICH BIN Affirmationen als Inspiration“ findest Du Beispiele aus allen drei Ebenen.
Wenn der Satz persönlich wird
Ein allgemeiner Satz kann zu vielen Menschen sprechen.
Ein persönlicher ICH BIN-Satz kennt darüber hinaus Dein konkretes Ziel und die besondere Bedeutung, die dieses Ziel für Dich hat.
Die Wunderin-Methode beginnt deshalb nicht mit der Suche nach der schönsten oder positivsten Formulierung. Sie geht von Deinem Wunsch aus und öffnet über die drei Wunderin-Fragen den Zugang zu einem eigenen Selbstwissen, das für diesen Wunsch wieder Bedeutung bekommen kann.
Aus dem, was dabei auftaucht, entsteht Dein persönlicher Satz.
Die innere Ebene wird nicht im Voraus ausgewählt. Sie wird mit Deiner persönlichen Antwort bereits mitgeliefert: als Haltung, Kompetenz oder Selbstwert.
So kann für einen beruflichen Aufstieg ein ganz anderer Satz entstehen als für den Aufbau finanzieller Sicherheit – selbst wenn beide Wünsche zunächst unter der großen Überschrift Erfolg und Geld stehen.
Erfolg muss nicht immer mehr bedeuten
Vielleicht ist Erfolg für Dich tatsächlich das größere Unternehmen, das höhere Einkommen oder ein Leben in Wohlstand.
Dann darf Dein Wunsch groß sein.
Vielleicht bedeutet Erfolg aber auch, Dich nicht länger kleiner zu machen als Deine Fähigkeiten. Einen Preis zu nennen, der Deiner Arbeit entspricht. Eine Chance anzunehmen. Eine Entscheidung zu treffen, die Du lange aufgeschoben hast.
Oder zum ersten Mal nicht nur zu hoffen, dass etwas möglich sein könnte – sondern Dir selbst darin zu begegnen.
Nicht jeder Weg beginnt mit demselben Satz.
Aber vielleicht beginnt er mit einer dieser drei Fragen:
Wer bin ich in Beziehung zu meinem Ziel?
Was traue ich mir zu?
Und weiß ich, dass ich es wert bin?
Irgendwo in diesen Antworten kann der Satz liegen, der nicht nur von Deinem Wunsch spricht.
Sondern von Dir.
ICH BIN Impulse für Erfolg und Geld
- ICH BIN in der Lage mich stetig zu verbessern
- ICH BIN bereit für Luxus
- ICH BIN es wert Erfolg zu haben
- ICH BIN ein Geldmagnet
- ICH BIN in der Lage diese Prüfung zu bestehen
- ICH BIN perfekt im Geld verdienen
- ICH BIN geboren um Wohlstand zu erleben
- ICH BIN perfekt für diese Aufgabe
- ICH BIN kraftvoll
- ICH BIN finanziell erfolgreich