wissenswertes

Muss man Affirmationen laut sprechen, hören oder reicht Denken?

Viele Menschen beginnen mit Affirmationen ganz einfach im Kopf.

Vielleicht kennst Du das auch.

Da ist ein Satz, der Dich anspricht. Du denkst ihn still für Dich. Vielleicht liest Du ihn immer wieder irgendwo. Und irgendwann probierst Du aus, wie es sich anfühlt, ihn laut auszusprechen.

Dann stellt sich eine ganz praktische Frage:

Macht es eigentlich einen Unterschied, ob ich eine Affirmation denke, lese, spreche oder höre?

Ja.

Nicht, weil die eine Form grundsätzlich richtig und die andere falsch wäre. Sondern weil es derselbe Satz sein kann – aber nicht dieselbe Erfahrung.

Stell Dir ein paar Harfen-Noten auf einem Blatt Papier vor.

Du kannst sie sehen. Du kannst sie Dir innerlich vorstellen. Du kannst sie selbst auf einer Harfe spielen. Oder Du kannst einfach zuhören, wie jemand diese Noten auf der Harfe spielt.

Es sind dieselben Noten.

Und trotzdem ist die Begegnung jedes Mal eine andere.

Denken, Sprechen, Sehen und Hören sind unterschiedliche Formen der Begegnung

Wir können einem Satz auf unterschiedliche Weise begegnen. Dabei gibt es einen einfachen, aber wichtigen Unterschied.

Formen, die Aktivität erfordern

Denken: Du bringst den Satz innerlich hervor.

Sprechen: Du bringst den Satz sprachlich hervor.

Formen, die Empfangen ermöglichen

Sehen: Der bereits vorhandene Satz begegnet Dir visuell.

Hören: Der bereits vorhandene Satz begegnet Dir auditiv.

Warum Hören für die Wunderin eine besondere Rolle spielt

Die Wunderin arbeitet deshalb bewusst mit dem Hören.

Nicht, weil Denken zu wenig wäre. Nicht, weil Du Deinen Satz nicht sprechen solltest. Und auch nicht, weil Hören auf einer einfachen Wirkungsskala grundsätzlich „stärker“ wäre.

Die Besonderheit liegt in der Art der Begegnung.

Beim Denken und Sprechen musst Du selbst etwas hervorbringen.

Beim Hören darf der Satz bereits da sein.

Du musst nichts tun, um Deinem Satz zu begegnen. Du darfst einfach empfangen.

Und während Du hörst, wird die Botschaft erlebbar.

Vielleicht sitzt Du dabei ganz ruhig. Vielleicht gehst Du spazieren oder kochst. Vielleicht hörst Du denselben Satz morgen in einer ganz anderen Stimmung als heute.

Der Satz verändert sich nicht.

Aber Deine Erfahrung mit ihm kann eine andere sein.

Vielleicht fällt Dir eine Betonung auf, die Du gestern kaum wahrgenommen hast. Vielleicht bekommt ein Wort plötzlich mehr Bedeutung. Vielleicht begegnet Dir der Satz in einem Moment, in dem er etwas anderes in Dir berührt als noch am Tag zuvor.

So kann dieselbe Botschaft immer wieder neu erlebt werden.

Verankern ist Erfahrung

Genau hier liegt ein wesentlicher Gedanke der Wunderin-Methode.

Verankerung bedeutet nicht, möglichst viel mit einem Satz zu machen.

Du musst ihn nicht hundertmal aufsagen. Du musst ihn nicht gleichzeitig hören, lesen und sprechen. Du musst keine bestimmte Körperhaltung einnehmen und kein besonderes Gefühl erzeugen.

Verankern ist Erfahrung.

Dein persönlicher ICH BIN-Satz darf Dir wiederholt begegnen. Nicht nur einmal, sondern an unterschiedlichen Tagen, in unterschiedlichen Momenten und damit auch in unterschiedlichen Erfahrungen.

Was zunächst eine einzelne Begegnung war, bekommt die Möglichkeit, vertrauter zu werden.

Der Satz bleibt derselbe.

Doch er ist nicht mehr nur etwas, das Du einmal gedacht, gelesen oder erkannt hast. Du gibst ihm immer wieder Raum in Deinem eigenen Erleben.

Wie aus wiederholter Anwendung über Zeit persönliche Erfahrung werden kann und welche Rolle die 21 Tage dabei spielen, erfährst Du im Artikel „21 Tage zur neuen Gewohnheit – Mythos oder Wahrheit?„

Warum die Wunderin-Methode mit Audio arbeitet

Deshalb wird Dein persönlicher ICH BIN-Satz bei der Wunderin als gesprochenes Audio gestaltet.

Das Audio ist nicht einfach eine technische Möglichkeit, denselben Satz möglichst oft abzuspielen.

Es schafft einen Raum, in dem Du Deinem Satz begegnen kannst, ohne ihn selbst hervorbringen zu müssen.

Du hörst.

Die Stimme trägt Deinen Satz. Wort für Wort.

Und Du darfst erleben.

Vielleicht möchtest Du Deinen Satz irgendwann zusätzlich lesen. Vielleicht sprichst Du ihn mit. Vielleicht taucht er später am Tag von selbst in Deinen Gedanken auf.

All das darf geschehen.

Aber nichts davon gehört zu einem Pflichtprogramm.

Es geht nicht darum, möglichst viele Sinne gleichzeitig zu aktivieren. Es geht darum, derselben persönlichen Botschaft immer wieder begegnen zu können.

Muss ich meine Affirmation also laut sprechen?

Nein.

Du kannst Deinen Satz laut sprechen, wenn Du möchtest. Sprechen ist eine eigene Form der Begegnung und kann eine interessante Erfahrung sein.

Innerhalb der Wunderin-Methode ist es aber keine Voraussetzung.

Du musst Deinen Satz nicht nachsprechen. Du musst ihn nicht auswendig lernen und auch nicht gleichzeitig lesen.

Du darfst einfach hören.

Und wenn irgendwann etwas dazukommt, dann kommt es als Möglichkeit hinzu – nicht als weitere Aufgabe.

Reicht es, eine Affirmation nur zu denken?

Natürlich kannst Du einer Affirmation auch im Denken begegnen.

Vielleicht taucht Dein Satz mitten am Tag in Dir auf. Vielleicht erinnerst Du Dich in einer bestimmten Situation an ihn. Vielleicht ist er irgendwann einfach da, ohne dass Du gerade Dein Audio hörst.

Gerade das kann bedeutsam sein.

Denn der persönliche Satz soll nicht für immer an das Audio gebunden bleiben. Er darf Teil dessen werden, was Dir auch außerhalb des Hörens zur Verfügung steht.

Die Wunderin entscheidet sich für die Anwendung trotzdem bewusst für das Hören.

Nicht, weil Denken falsch wäre.

Sondern weil Du beim Hören den Satz nicht erst selbst hervorbringen musst.

Er darf zu Dir kommen.

Es ist derselbe Satz. Aber nicht dieselbe Erfahrung.

Denken, Sprechen, Sehen und Hören sind unterschiedliche Möglichkeiten, derselben Botschaft zu begegnen.

Beim Denken und Sprechen bringst Du sie selbst hervor.

Beim Sehen und Hören darf sie Dir begegnen.

Und beim Hören wird aus der sprachlichen Botschaft zugleich eine Erfahrung aus Stimme, Klang, Rhythmus, Betonung, Pausen und Zeit.

Die Wunderin
über die autorin

Die Wunderin

Die Wunderin ist Gründerin und Entwicklerin der
Wunderin®-Methode.

Sie entwickelt präzise ICH-BIN-Affirmationen für Menschen, die spüren: Da wartet noch mehr auf mich – eine Veränderung, ein nächster Karriereschritt oder einfach mehr Zufriedenheit.

Die Wunderin®-Methode verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem eigenen Ansatz, um für persönliche Ziele präzise Sätze zu finden, die innerlich tragen und wirken können.